Sie haben eine Verbrennung? Hausmittel können helfen

Und schon wieder ist es geschehen. Ein klitzekleiner Moment der Unachtsamkeit war ausreichend, um sich am Bügeleisen eine Brandwunde zuziehen. Diese und ähnliche Unfälle passieren jeden Tag hunderten von Menschen. Deshalb ist es von Vorteil, ein paar Hausmittel gegen Verbrennungen zu kennen. Denn so sind Sie besonders schnell in der Lage, Ihre Wunde gut zu versorgen und Ihren Schmerz zu lindern.

Verbrennung – wann helfen Hausmittel?

Wenn sie eine Verbrennung selbst behandeln möchten, sollten Sie wissen, dass Hausmittel nur bei kleinen und oberflächigen Verbrennungen angewendet werden dürfen. Bei großflächigen und tiefen Verbrennungs-wunden ist es ratsam, auf Hausmittel gegen Verbrennungen zu verzichten, zu beachten, was Sie als Erstes bei einer Verbrennung tun sollten und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Um zu bestimmen, ob eine Verbrennung großflächig ist oder nicht, verwenden viele die Neunerregel nach Wallace. Liegt der dadurch ermittelte Wert bei mehr als fünf Prozent verbrannter Körperoberfläche, muss die Behandlung professionell durch einen Arzt erfolgen. 

Kühlen ist das beste Hausmittel bei einer Verbrennung

Wenn Sie bei einer leichten Verbrennung auf ein Hausmittel zurückgreifen wollen, dann sollten Sie die verbrannte Körperstelle kühlen. Durch das Kühlen wird die weitere Wärmeausdehnung an der verbrannten Körperstelle verhindert. Somit wird vermieden, dass die Hitze noch tiefer in das Hautgewebe eindringen kann. Zudem hilft es dabei, den Verbrennungsschmerz zu lindern.

Folgende Hausmittel können Sie zur Kühlung von Verbrennungen nutzen:

  • Leitungswasser: Halten Sie die verbrannte Körperstelle für circa zehn Minuten unter lauwarmes (20°C) Leitungswasser. Leitungswasser ist besonders gut geeignet, weil es wenig Keime enthält und daher die Gefahr, dass sich die Wunde infizieren könnte, geringer ist.
  • Cool-Packs und Eis: Diese zwei Hausmittel zur Kühlung von Verbrennungen haben einen ähnlichen Kühlungseffekt wie Leitungswasser. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie weder Cool-Packs noch Eis direkt auf die Verbrennung legen. Am besten wickeln Sie beides vorher in ein Tuch und lassen es nicht länger als zehn Minuten auf der Haut.
  • Quark und Joghurt: Auch Quark und Joghurt haben einen kühlenden Effekt. Beide enthalten viel Flüssigkeit, die auf der warmen Haut verdunstet und somit die Körperstelle abkühlt. Geben Sie einfach einen Esslöffel Quark oder Joghurt auf ein sauberes Geschirrtuch und schlagen Sie es ein. Anschließend kann der Wickel auf die verwundete Körperstelle gelegt werden. Sie können ihn zusätzlich auch mit einer Mullbinde fixieren. Auch den Wickel sollten Sie nicht länger als zehn Minuten auf Ihrer Haut lassen.

So wohltuend das Kühlen der Haut auch sein mag, es birgt immer die Gefahr einer lokalen Erfrierung der Haut. Deshalb sollten Sie stets darauf achten, dass die betroffene Körperstelle der Kälte nicht zu lange ausgesetzt ist.

Tipp

Kühlen Sie die Verbrennung nur, wenn die betroffene Stelle nicht größer als zwei Din-A-4-Blätter ist. Sollte dies der Fall sein, riskieren Sie, dass Ihr Körper zu viel Wärme verliert und auskühlt.

Weitere Hausmittel bei Verbrennungen

Brandwunden stellen ein hohes Infektionsrisiko für den Körper dar. Denn über die offene Stelle an der Haut können leicht Keime eindringen. Zudem bieten Brandwunden einen hervorragenden Nährboden für Bakterien. Deshalb sollte bei der Anwendung von Hausmitteln gegen Verbrennungen darauf geachtet werden, dass hygienisch gearbeitet und niemals direkt in die Wunde gefasst wird.   

Geeignete Hausmittel bei einer oberflächigen Verbrennung: 

  • Aloe Vera: Im Saft dieser Pflanze befindet sich der Wirkstoff Acemannan. Dieser Inhaltsstoff unterstützt den Körper bei der Wundheilung. Dies tut er vor allem durch seine antibakterielle Wirkung, die Wundinfektionen verhindert. Nehmen Sie sich ein sauberes Leintuch und tränken Sie dieses mit Aloe-Vera-Saft, den Sie in der Apotheke kaufen können. Anschließend benässen Sie damit Ihre Brandwunde.
  • Honig: Dieses Hausmittel ist für kleinere Verbrennungen gut geeignet. Honig hat eine desinfizierende Wirkung und unterstützt den Heilungsprozess bei Verbrennungen. Zudem wirkt dieses Hausmittel antibakteriell und schützt somit vor Entzündungen. Geben Sie den Honig einfach auf eine Mullbinde und legen Sie diese auf die Brandwunde. Der Verband sollte anschließend drei- bis viermal am Tag gewechselt werden.
  • Zwiebel: Eine Zwiebel kann ein weiteres hilfreiches Hausmittel gegen Verbrennungen sein. In Zwiebeln befinden sich Schwefelverbindungen und Quercetin. Diese Inhaltstoffe der Zwiebel unterstützen den Wundheilungsprozess und vermindern die Wahrscheinlichkeit einer Brandblasenbildung. Nehmen Sie ein Stück frische Zwiebel und drücken Sie dessen Saft über der verbrannten Hautstelle aus.

Hausmittel können bei Verbrennungen eine schnelle und gute Hilfe sein und manchmal sogar Schmerzen lindern. Seien Sie sich jedoch dessen bewusst, dass manche fragwürdigen Hausmittel, beispielweise die Brandwunde mit Butter bestreichen und Mehl darüber streuen, die Auswirkungen einer Verbrennung eventuell verschlimmern können. Denn hier besteht die Gefahr, dass Sie Keime in die Wunde bringen. Fragen Sie daher immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, falls Sie sich unsicher mit der Anwendung eines Hausmittels gegen Verbrennungen sind.

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