Erkältung? Hausmittel gegen Schnupfen und Co.

Eine Erkältung dauert in der Regel circa sieben bis zehn Tage lang und heilt von alleine ab. Wer seinem Körper etwas auf die Sprünge helfen möchte, aber keine Pillen schlucken will, kann mit Hausmitteln den Heilungsprozess unterstützen. Die Wirkung ist zwar nicht immer wissenschaftlich nicht belegt, trotzdem nutzen viele Patienten Hausmittel im Kampf gegen die Erkältung.

Auf einen Blick: Diese Hausmittel können helfen, die Symptome einer Erkältung zu lindern

Die meisten Erkältungen sind sich in Dauer und Verlauf sehr ähnlich: Nach etwa einer Woche ist das Schlimmste überstanden. Doch einfache Hausmittel aus dem Vorratsschrank können die Symptome abschwächen und zu einem besseren Allgemeinbefinden beitragen.

Symptom Hausmittel
Halsschmerzen und Heiserkeit Kräutertees (Kamille, Arnika, Salbei), Halsbonbons oder -pastillen
Schnupfen Nasenspülung mit Salzwasser
Husten Inhalieren
Kopf- und Gliederschmerzen Wadenwickel, Erkältungsbad

Grippaler Infekt: Diese Hausmittel können Halsschmerzen und Heiserkeit lindern

Bei Halsschmerzen empfinden Betroffene das Trinken von Kräutertees oft als Linderung. Kamillentee wirkt entzündungshemmend und die Wärme des Aufgusses ist wohltuend. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze wirken zudem dem Bakterienwachstum entgegen und können verspannte Muskeln entkrampfen. Ein Löffel Honig im Tee sorgt zudem für ein angenehmes Gefühl beim Schlucken und besseren Geschmack. Auch Aufgüsse aus Salbei oder Arnika können die Halsschmerzen bei einem grippalen Infekt etwas lindern, diese Kräuter haben durch das Zusammenspiel der ätherischen Öle eine ähnliche Wirkung wie Kamille und sind als Hausmittel gegen einen grippalen Infekt geeignet.

Das Lutschen von Bonbons ist ebenfalls ein bewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen bei einer Erkältung. Durch das Lutschen wird die Speichelproduktion angeregt und der Hals natürlich befeuchtet. Produkte mit den Inhaltsstoffen Salbei, Eukalyptus und Pfefferminze sind gut geeignet. Die Wirkstoffkonzentration ist zwar gering, doch das Lutschen regt die Speichelproduktion an, daher sind Bonbons eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme bei einem kratzenden Hals.

Gegen akute Heiserkeit kann es helfen, den Hals zu kühlen. Die Stimmbänder sind durch den Infekt geschwollen und das Sprechen ist erschwert. Kalte Umschläge oder das Lutschen eines Eiswürfels wirken abschwellend.

Hausmittel aus dem Vorratsschrank: Was kann Schnupfen lindern?

Ist die Nase verstopft, kann eine Spülung mit Salzwasser Abhilfe verschaffen. Bei diesem Hausmittel gegen die Symptome der Erkältung werden 200 Milliliter lauwarmes Wasser mit einer Prise Meersalz vermischt. Verschließen Sie ein Nasenloch und ziehen Sie über das andere die Lösung ein. Die Spülung transportiert den Schleim ab und Durchatmen ist wieder möglich. Außerdem stimuliert die Anwendung die Flimmerhärchen auf der Nasenschleimhaut, die Krankheitserreger, Staub und kleinste Fremdkörper aus der Nase befördern.

Eine subjektive Verbesserung der Beschwerden schafft das Einreiben der Brust mit ätherischen Ölen. Wer sich mit Eukalyptusöl oder Menthol Brust und Rücken einreibt, inhaliert im Anschluss die verdunsteten Wirkstoffe – die Nase kann schneller frei werden. Einen Beleg für die Wirkung dieses Hausmittels gegen Schnupfen gibt es allerdings nicht.

Gut zu wissen: Nasensprays mit Meerwasser lösen den festsitzenden Schleim bei einem Schnupfen schonend. Präparate mit abschwellenden Wirkstoffen können abhängig machen. Der Körper gewöhnt sich an die Dosis und die Wirkung bleibt bei längerer Anwendung aus. Daher ist es ratsam, die Anwendung spätestens nach sieben Tagen mit einem Salzwasserspray fortzusetzen.

Hausmittel bei grippalem Infekt: Inhalieren gegen Husten

Der Husten ist bei einer Erkältung oft sehr lästig und hartnäckig. Das Inhalieren von Wasserdampf kann dazu beitragen, den festsitzenden Schleim in der Lunge zu lösen und ihn leichter abzuhusten. Pro Liter Wasser verwenden Sie für eine Salzlösung neun Gramm Speisesalz, die Sie in einem Topf erhitzen. Beugen Sie sich unter einem Handtuch über den Topf und atmen Sie den aufsteigenden Dampf ruhig ein und aus. Die Inhalation befeuchtet die angegriffenen Schleimhäute und hilft dabei, den Schleim zu lösen. Dieses Hausmittel hat kaum Nebenwirkungen und wirkt gut gegen den Husten bei Erkältungen. Eine Wiederholung ist mehrmals täglich möglich.

Zum einfacheren Inhalieren eignet sich zudem ein spezieller Aufsatz aus der Apotheke. Der Mund-Nasen-Inhalator leitet den Dampf direkt zu den Atemwegen. Die Gefahr, sich mit dem heißen Wasser zu verbrühen, ist somit geringer.

Kopf- und Gliederschmerzen: Diese Hausmittel könne bei einer Erkältung helfen

Während einer Erkältung schmerzen oft auch Arme und Beine. Wadenwickel eignen sich zur Selbsttherapie der Gliederschmerzen. Hierbei werden Stofftücher in lauwarmes Wasser (etwa 20 Grad Celsius) getaucht und um die Waden gelegt. Die Muskeln entspannen und die Körpertemperatur fällt etwas ab – daher sind die Wickel auch ein gutes Hausmittel gegen Fieber während der Erkältung.

Auch ein entspannendes Bad kann sich positiv auf Gliederschmerzen auswirken. Die Wärme wirkt entkrampfend und kurbelt die Durchblutung an. So lassen die Schmerzen in Armen und Beinen nach einem Erkältungsbad häufig nach. Badezusätze wie Brennnessel oder Thymian unterstützen diesen Effekt. Etwa 32 Grad Celsius ist eine gute Temperatur für das Badewasser, die Dauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten.

Gegen die dumpfen Kopfschmerzen bei einer Erkältung hilft vor allem eines: viel Ruhe. Der Kampf gegen den Infekt verlangt dem Körper viel ab und er braucht Zeit zur Regeneration. Sind die Kopfschmerzen sehr unangenehm, kann eine sanfte Massage der Schläfen helfen. Etwas Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen wirkt zudem kühlend und kann den Schmerz abklingen lassen.

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