Erkältung: Wenn die Nase läuft

In der kalten Jahreszeit hat sie Saison: die Erkältung. Husten oder Schnupfen erwischen dann fast jeden einmal. Erfahren Sie hier, wie der grippale Infekt übertragen wird, wie sich seine Symptome äußern und wie Sie ihn möglichst schnell wieder loswerden.

Die Symptome der Erkältung erkennen

Ein leichtes Kratzen im Hals ist meist der erste Vorbote einer Erkältung. Es folgen:

  • eine verstopfte Nase (Schnupfen)
  • Husten
  • Heiserkeit
  • leichtes Fieber
  • Schwellung der Lymphknoten am Hals
  • Kopf- und Gliederschmerzen

Die Symptome einer Erkältung können in ihrer Intensität variieren – sie treten jedoch immer schleichend auf. Nach etwa einer Woche klingen die Beschwerden normalerweise langsam ab. Der Husten kann sich etwas länger halten.

Gut zu wissen: Erkältung im Sommer

Eine Erkältung kann auch im Sommer auftreten. Die kalte Luft von Klimaanlagen kann beispielsweise einen grippalen Infekt in den warmen Monaten begünstigen. Auch beim Baden besteht ein Risiko: Nasse Kleidung oder Haare können zu einer Erkältung führen.

So entsteht ein grippaler Infekt: Viren dringen in den Körper ein

Bei einer Erkältung dringen Viren in die oberen Atemwege ein und verursachen die typischen Symptome. Vor allem Adenoviren, Coronaviren, ECHO-Viren, Parainfluenzaviren, Rhinoviren und Respiratorische Syncytial-Viren (kurz RS-Viren) können für einen grippalen Infekt verantwortlich sein. Via Tröpfcheninfektion gelangen sie von Mensch zu Mensch. Das heißt: Beim Husten, Niesen und Sprechen werden die Erreger über den Speichel in die Umwelt abgegeben und Personen im Umfeld infizieren sich. Halten sich viele Menschen gleichzeitig in einem geschlossenen Raum auf, können sich die Viren leicht verbreiten.

Das Immunsystem reagiert normalerweise auf die körperfremden Eindringlinge und bekämpft sie. Ist es allerdings geschwächt, verbreiten sich die Viren auf den empfindlichen Schleimhäuten der Atemwege und verursachen den Infekt.

Kinder haben jedes Jahr etwa fünf bis zehn Infekte, Erwachsene trifft es aufgrund ihres besser ausgebildeten Immunsystems „nur" etwa zwei bis fünf Mal.

Wichtiger Unterschied: Erkältung oder Grippe?

Im Alltag wird eine Grippe auch oft als grippaler Infekt bezeichnet – das ist jedoch nicht richtig. Bei einer echten Grippe (Influenza) handelt es sich um ein anderes Krankheitsbild, ausgelöst durch Influenzaviren. Die Symptome einer Grippe treten sehr plötzlich und intensiv auf. Außerdem sind Kopf- und Gliederschmerzen stärker ausgeprägt als bei einer Erkältung. Bei einer Grippeerkrankung tritt zudem sehr hohes Fieber (über 38,5 Grad Celsius) auf, der Patient ist mehrere Tage ans Bett gefesselt. Bei kleinen Kindern, Menschen mit einer Immunschwäche und älteren Personen kann eine Grippe sogar lebensgefährlich werden. Während eine Erkältung im Normalfall von alleine vorübergeht, ist bei einer Grippe manchmal ein Arztbesuch nötig.

Dauer und Verlauf: Nach einer Woche wieder fit

Die Symptome einer Erkältung stellen sich schleichend ein. Zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung treten die ersten Krankheitsanzeichen auf (Inkubationszeit). Sie steigern sich nach und nach bis zum Höhepunkt der Erkrankung. Bei einem starken grippalen Infekt ist es ratsam, ein paar Tage im Bett zu ruhen. Von körperlicher Anstrengung ist, während man unter Husten und Schnupfen leidet, abzuraten.

In der Regel beträgt die Dauer einer Erkältung zwischen sieben und zehn Tagen. Die Symptome des grippalen Infekts klingen dann meist von alleine wieder ab. Ein Arztbesuch ist nur dann notwendig, wenn die Krankheitszeichen länger bestehen bleiben, sie intensiver als gewöhnlich sind oder wenn weitere Symptome hinzukommen. Kommt es während einer Erkältung etwa zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien, sprechen Mediziner von einer Sekundär- oder Superinfektion. Eine Mittelohr-, Nasennebenhöhlen oder Kieferhöhlenentzündung kann die Folge sein. Wandern die Erreger abwärts, resultiert unter Umständen eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung. Der Arzt behandelt den bakteriellen Infekt daraufhin mit Antibiotika.

Wer sich einmal mit einer Erkältung angesteckt hat, ist nicht immun gegen den Erreger: Da die Viren häufig mutieren, erwirbt der Organismus keine Immunität.

Die richtige Behandlung einer Erkältung

Eine gewöhnliche Erkältung bedarf meist keiner ärztlichen Behandlung. Die Symptome klingen nach einigen Tagen von alleine ab. Viel Schlaf, ausreichend Flüssigkeit und eine vitaminhaltige Ernährung helfen bei der Genesung. Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees sind geeignete Getränke; Brühe, Suppen und Brot oder Zwieback verträgliche Speisen.

Gegen die Kopf- und Gliederschmerzen und das Fieber kann ein Schmerzmittel helfen. Den Husten bekämpfen Sie beispielsweise mit Schleimlösern. Nicht vergessen: Wer Schleimlöser nimmt, muss ausreichend trinken. Die Mittel wirken, indem sie das Sekret verdünnen – so kann es der Körper leichter abhusten.

Gegen eine verstopfte Nase helfen abschwellende Nasensprays. Doch Vorsicht: Wer ein Nasenspray zu lange anwendet, riskiert eine Wirkstoffabhängigkeit. Das Mittel sollte daher nicht länger als einige Tage zum Einsatz kommen.

Auch Hausmittel helfen gegen den grippalen Infekt

Viele Hausmittel wirken schonend und unterstützen den Körper bei der Heilung. Nasenspülungen mit Salzwasser helfen zum Beispiel dabei, den Schnupfen zu bekämpfen, die Atemwege zu befreien und die Schleimhäute zu befeuchten – ganz ohne Suchtgefahr. Weitere Hausmittel bei einer Erkältung sind:

  • Inhalieren mit ätherischen Ölen
  • Wadenwickel
  • Einreiben mit Eukalyptusöl
  • Gurgeln mit Teeaufgüssen
  • Erhöhen der Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel durch das Aufstellen von Wasserschalen
  • Essen von Vitamin C-haltigen Früchten

Daneben ist Ruhe das Mittel der Wahl bei Erkältung. Bei körperlicher Anstrengung kann man den grippalen Infekt verschleppen, dann können die Symptome über mehrere Wochen anhalten oder sogar dauerhafte Folgen haben.

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