Zahnschmerzen im Überblick: Symptome, Ursachen und Therapie

Dass unsere Zähne viel mehr als leblose Kauwerkzeuge sind, bemerken wir spätestens dann, wenn sie wehtun. Jeder Zahn ist mit Blutgefäßen und Nervenfasern versehen, die sich bemerkbar machen, sobald die Zahngesundheit gefährdet ist. Hier informieren wir Sie über mögliche Ursachen, Formen und Therapiemöglichkeiten bei Zahnschmerzen.

Ursachen für Zahnschmerzen

Nicht immer ist ein Schmerz am Zahn auch ein Grund, sich Sorgen zu machen. Oft treten vorübergehende Zahnschmerzen auf, wenn wir beispielsweise im Sommer ein Eis oder ein gekühltes Getränk genießen. Das liegt daran, dass die Zahnnerven empfindlich auf Temperaturreize reagieren. Leider ist Zahnweh nicht immer so harmlos. Manchmal steckt eine ernstere Ursache dahinter. Zahnschmerzen beim Essen von süßen Speisen können zum Beispiel ein Hinweis auf Karies (Zahnfäule) sein – ein Loch in der harten Zahnsubstanz.

Was kann außerdem Zahnschmerzen verursachen?

  • Entzündungen des Zahnfleischs (Gingivitis) beziehungsweise des Zahnbetts (Parodontitis)
  • Zahnwurzelentzündung: eine Erkrankung des Zahnmarks (innere Zahnschicht, die von Blutgefäßen und Nerven versorgt wird)
  • Abszess in der Backe
  • schlecht sitzende, drückende Zahnspange
  • Zahnen bei Kleinkindern sowie das Wachsen der bleibenden Zähne bei größeren Kindern

Nicht immer sind jedoch die Zähne schuld, wenn es im Mund wehtut. Stress oder Anspannung führen in manchen Fällen zu nächtlichem Zähneknirschen. Durch das „Mahlen“ der Zähne schmerzt am Morgen die Muskulatur im Bereich der Wange sowie das Kiefergelenk. Und auch eine Erkältung mit einer Entzündung der Kieferhöhle, eine der Nasennebenhöhlen, kann im Bereich der Zähne wehtun.

Starke Zahnschmerzen? Ab zum Zahnarzt!

Mit pochenden, dumpfen oder stechenden Schmerzen sowie Zahnweh beim Kauen oder Zubeißen, sollte der Zahnarzt konsultiert werden. Neben Zahnschmerzen kann ebenfalls das Zahnfleisch Alarm schlagen, zum Beispiel durch Blutungen oder Schwellungen. Und auch bei anderen Symptomen starker Zahnschmerzen ist der Zahnarztbesuch Pflicht.

Wichtig für die Zahngesundheit:

Ein einmal entstandener Schaden am Zahn kann nicht wieder rückgängig gemacht werden. Daher ist es wichtig, Zahnproblemen vorzubeugen. Putzen Sie sich zweimal täglich die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahncreme und verwenden Sie täglich Zahnseide. Außerdem sollten Sie Ihre Zähne regelmäßig vom Zahnarzt checken lassen: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für zwei Kontrolluntersuchungen im Jahr.

Zahnschmerzen: Die Therapie

Zunächst sucht der Zahnarzt nach der Ursache der Zahnschmerzen und behandelt diese. Je nach Auslöser kann die Therapie sehr unterschiedlich aussehen. Im Allgemeinen versucht der Arzt jedoch durch die Behandlung, den Zahn nach Möglichkeit zu erhalten. Bei Karies beispielsweise entfernt er mit dem Bohrer die erkrankte Zahnsubstanz und setzt eine Füllung ein. Angst vor dem Zahnarztbohrer ist zwar verständlich, allerdings nicht nötig. Dank einer örtlichen Betäubung verursachen die meisten Behandlungen der Zähne kaum noch Schmerzen.

Gegen Zahnschmerzen durch nächtliches Zähneknirschen verschreibt der Zahnarzt meist eine „Knirscherschiene“, die den Druck gleichmäßig auf die Zähne verteilt. Zusätzlich helfen einigen Betroffenen Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.

Wie Sie Zahnweh selbst lindern

Bis zum Zahnarzttermin machen Hausmittel die Beschwerden etwas erträglicher. Legen Sie zum Beispiel ein Kühlpad oder einen kalten Waschlappen auf die schmerzende Wange. Das Kühlen kann Schmerzen und Schwellungen lindern.

Ein weiteres bewährtes Hausmittel bei Zahnschmerzen sind Gewürznelken. Wenn Sie den Geschmack mögen, kauen Sie das Gewürz, damit die heilsamen Säfte austreten. Eine geeignete Alternative sind Mundspülungen. Dazu zerstoßen Sie zunächst einige Nelken, zum Beispiel mithilfe eines Mörsers, und übergießen sie anschließend mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Aufguss abkühlen und spülen Sie anschließend mit dem Sud den Mund aus.

Kurzfristig können Sie bei starken Zahnschmerzen auch zu leichten Schmerzmitteln aus der Apotheke greifen. Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen können den Schmerz lindern und der Entzündung entgegenwirken. Bitte informieren Sie aber vor der Behandlung Ihren Zahnarzt, wenn Sie Schmerzmittel eingenommen haben. Manche Wirkstoffe verdünnen das Blut, sodass es bei einem zahnärztlichen Eingriff zu starken Blutungen kommen kann.

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