Welche Mittel helfen gegen Halsschmerzen?

Sinken im Herbst die Temperaturen, dauert es meist nicht lange: Schluckbeschwerden, ein ständiges Kratzen im Hals und eine raue, heisere Stimme – Halsschmerzen sind vor allem in den Übergangsjahreszeiten ein echtes Volksleiden, das fast jeden Menschen für einige Tage im Jahr quält. Viele führt dann der erste Weg in die Apotheke. Doch welche Mittel werden dort angeboten? Hier finden Sie eine Übersicht.

Einordnung der verschiedenen Mittel gegen Halsschmerzen

Die Auswahl an Mitteln gegen Halsschmerzen ist groß. Grob unterscheidet man zwischen Medikamenten und Hausmitteln:

  • Medikamente gegen Halsschmerzen kann man grundsätzlich nach ihrer Substanz differenzieren. Tabletten oder Lutschpastillen sind die wohl gängigste Variante. Daneben gibt es auch noch spezielle Sprays oder Gurgellösungen.
  • Auch mit Hausmitteln können Halsschmerzen bekämpft werden. Am beliebtesten sind hier Halswickel oder das Gurgeln mit Salzwasser. Auch hier erhalten Betroffen Tipps und Hilfsmittel in der Apotheke.

Doch egal, ob Sie eher der Typ für Medikamente sind oder lieber Ihre Halsschmerzen mit Hausmitteln behandeln möchten. Eins steht fest: Die lästigen Halsschmerzen sollen weg – und das so schnell wie möglich. Viele Apotheker empfehlen daher Präparate, die den Rachenraum befeuchten und/oder leicht betäuben.

Mittel gegen Halsschmerzen: Die bekanntesten Wirkstoffe

Bei der großen Auswahl an Mitteln aus der Apotheke fällt die Entscheidung meist nicht leicht. Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf eines freiverkäuflichen Medikaments gegen Halsschmerzen darauf, dass dieses mindestens eins der folgenden Wirkungen enthält:

  • Keimabtötend: Antiseptika sind Wirkstoffe, die keimabtötend sind. Sie kommen prophylaktisch zur Reinigung der Schleimhaut zum Einsatz. Bekannte antiseptische Wirkstoffe gegen Halsschmerzen sind zum Beispiel Dequaliniumchlorid, Cetylpyridiniumchlorid, Hexamidin-diisethionat oder Benzalkoniumchlorid.
  • Örtliche Betäubung: Zu den örtlich betäubenden Lokalanästhetika gehören zum Beispiel Lidocain oder Benzocain. Sie lindern den Halsschmerz für kurze Zeit.
  • Antibiotisch: Mittel, die gegen Bakterien wirken, sind zum Beispiel Fusafungin oder Tyrothricin. Sie sollen Bakterien daran hindern, sich zu vermehren sowie die bestehenden bekämpfen. Da akute Halsschmerzen jedoch oftmals viral bedingt sind, ist von der Einnahme von Antibiotika abzuraten, da antibiotische Mittel auf Viren nicht wirken.

Eine Gemeinsamkeit haben alle Mittel gegen Halsschmerzen, die diese Wirkstoffe in Kombination oder einzeln aufweisen: Sie bringen bei akuten Schmerzen rasche Linderung und wirken rein symptomatisch – allerdings verkürzen die Mittel gegen Halsschmerzen die Krankheitsdauer nicht wesentlich.

Lutschtabletten als Mittel gegen Halsschmerzen

Viele Lutschtabletten können nicht nur den Schmerz im Hals lindern, sondern gleichzeitig auch weitere Vorboten einer Erkältung eindämmen wie Heiserkeit. Zusätzlich können sie auch Entzündungen des Mund- und Rachenraumes sowie des Zahnfleisches eindämmen. Da Halstabletten gelutscht werden, verteilen sich die Inhaltsstoffe auf den Schleimhäuten in Mund und Rachen und können so gezielt wirken.

Meistens setzt bereits nach fünf bis zehn Minuten die antiseptische, also keimabtötende, Wirkung ein. Damit hemmen Lutschtabletten die Viren. Örtlich betäubende Wirkstoffe lindern in vielen Halstabletten zudem den Schmerz. Diese Art von Halsschmerz-Medikament ist in Apotheken freiverkäuflich erhältlich.

Die Halsschmerzen wegsprühen

Neben Lutschtabletten sind auch Halssprays aus der Apotheke ein geeignetes Mittel gegen Halsschmerzen. Sie werden über den geöffneten Mund und bei angehaltenen Atem direkt in den Hals gesprüht. Das Spray legt sich dann wie ein Schutzfilm über die gereizte Schleimhaut im Hals und wirkt oftmals zusätzlich schmerzbetäubend. Im Regelfall sollten Sie zwei bis drei Sprühstöße pro Anwendung in Ihren Hals sprühen. Die meisten Sprays können immer bei Bedarf verwendet werden.

Tipp: Damit die Sprays ihre optimale Wirkung entfalten können, verzichten Sie am besten nach der Einnahme für circa eine Stunde auf etwas zu Essen. Denn viele Sprays entwickeln eine Langzeitwirkung und bleiben an den Schleimhäuten haften.

Erkältungspräparate als Mittel gegen Halsschmerzen

Da Halsschmerzen selten einzeln auftreten, sondern meist in Kombination mit anderen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber haben sich als Mittel gegen Halsschmerzen auch Kombipräparate bewährt, die allgemein gegen erkältungsbedingte Symptome wirken. Kombinationen aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Pseudoephedrin und/oder Chlorphenamin mit Vitamin C beispielsweise betäuben gleichzeitig Erkältungsschmerzen, fördern das Abschwellen der Schleimhaut in Nase und Hals und stärkt zusätzlich die Abwehrkräfte.

Halsschmerz Medikament: Desinfizierende Gurgellösungen

Auch Gurgellösungen aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt können gegen Halsschmerzen helfen. Sie gelangen gezielt in den Bereich der hinteren Schleimhäute, zu dem die Lutschtabletten eher schlecht hinkommen. Durch das Gurgeln lösen sich dann die Krankheisterreger von der Schleimhaut. Viele finden Gurgeln jedoch nicht besonders angenehm, da es einen Würgereiz erzeugen kann.

Tipp: Es gibt eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen bei Gurgellösungen. Von fruchtig mit Kirschgeschmack bis hin zu erfrischende Minze. Um einen Würgereiz zu verhindern, ist es ratsam, sich für eine Geschmacksrichtung zu entscheiden, die einem schmeckt. Wenn Sie zusätzlich den Kopf nur leicht in den Nacken legen und sich beim Gurgeln hinsetzen, geht Gurgeln einfacher.  

Achtung: Mittel gegen Halsschmerzen sollten Sie nicht zu lange anwenden – der betäubende Effekt kann ernstere Ursachen verschleiern. Tritt nach drei bis vier Tagen medikamentöser Behandlung keine Besserung ein, sollten Sie zum Arzt gehen.

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