Was tun bei Augenschmerzen?

Meist tränen die Augen bei stechenden, juckenden oder brennenden Augenschmerzen und sind gerötet. Patienten beschreiben häufig auch eine mit den Augenschmerzen einhergehende Lichtüberempfindlichkeit. Nicht alle Formen von Augenschmerzen können in Eigenregie behandelt werden. Viele bedürfen ärztlicher Behandlung. Was Sie selbst oder der Arzt bei Augenschmerzen tun können, erfahren Sie hier.

Was tun bei Augenschmerzen?

Was in der Behandlung gegen Augenschmerzen zu tun ist, richtet sich ganz nach der Ursache. Aus diesem Grund ist es zumindest bei starken und länger anhaltenden Symptomen wie zum Beispiel auftretenden Sehstörungen wie verschwommenes Sehen, Augenflimmern oder Doppeltsehen unerlässlich, einen Augenarzt aufzusuchen, der eine genaue Diagnose stellen und die Beschwerden richtig behandeln kann. Auch wenn ein Fremdkörper, wie ein Holz-, Glas- oder Metallsplitter, fest in der Horn- oder Lederhaut des Auges steckt, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Im schlimmsten Fall kann die Verletzung des Auges so schwerwiegend sein, dass der Verlust der Sehkraft droht. Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, einen derartigen Fremdkörper selbst zu entfernen. Der Gang zum Arzt wird ebenfalls notwendig, wenn der Schmerz im Auge plötzlich auftritt und nicht nach kurzer Zeit von alleine verschwindet.

Selbsthilfe bei Augenschmerzen – Was kann man selbst tun?

Ist die Ursache der Augenschmerzen bekannt – wie zum Beispiel Überanstrengung –, kann man auch erste Hilfe zuhause leisten.

Hierzu einige Tipps, was sie selbst gegen Augenschmerzen tun können:

  • Augen entspannen: Gönnen Sie Ihren Augen Ruhe. Vermeiden Sie mehrstündige Bildschirmarbeit, Fernsehen und auch Lesen ohne Pausen. Aber auch helles Licht, trockene Luft und das Tragen von Kontaktlinsen sind nichts für gestresste Augen.
  • Kompressen: Ein weiteres hilfreiches Hausmittel bei Augenschmerzen ist eine warme oder – bei Fieber kühlende – Kompresse. Was Sie hier tun müssen? Legen Sie feuchte Tücher auf die Augen. Bei einer Infektion der Talgdrüsen oder einem Gerstenkorn mindert das die Augenschmerzen, denn durch die warme, feuchte Kompresse werden verstopfte Talgdrüsen wieder freigemacht.
  • Augensalben und -spülungen: Augenspülungen hingegen helfen, einen Fremdkörper (zum Beispiel ein Insekt) oder eine reizende Substanz aus dem Auge zu entfernen. Spülen Sie das betroffene Auge vorsichtig mit warmem Wasser, besser noch mit isotonischer Kochsalzlösung (erhältlich in Drogerie und Apotheke) aus, nötigenfalls mehrfach.

Aber nicht immer können Sie selbst etwas gegen Augenschmerzen tun. Sind die Ursachen der Augenschmerzen ernsthafter Natur und nicht durch die oben erwähnten Hausmittel zu beheben, wird ein Besuch beim (Augen-)Arzt notwendig. Er wird eine Diagnose stellen und danach die geeignete Therapie wählen.

Wie diagnostiziert der Arzt die Ursache von Augenschmerzen?

Der Augenarzt fragt im Gespräch mit dem Patienten zunächst danach, welche Beschwerden vorliegen, wann und in welchem Zusammenhang die Augenschmerzen auftreten und ob Vorerkrankungen bestehen. Danach kann er verschiedene Untersuchungen am Auge durchführen, wie einen Sehschärfentest, eine Untersuchung des Auges mit dem Mikroskop, eine Messung des Augeninnendrucks und eine Spiegelung des Augenhintergrunds, also der Netzhaut und deren Blutgefäße.

Augenschmerzen – Behandlung nach Diagnose

Zu den häufigsten Auslösern von Augenschmerzen gehören Bindehautentzündungen, bakterielle Infektionen, Hornhautentzündungen, trockene Augen und Fremdkörper im Auge. Was kann der Arzt gegen diese Augenschmerzen tun?

Bei einem Fremdkörper im Auge besteht die Behandlung zunächst darin, den Fremdkörper mit speziellen Instrumenten zu entfernen. Dazu wird das Auge des Patienten durch Augentropfen örtlich betäubt.

Liegen den Schmerzen im Auge bakterielle Entzündungen zugrunde, werden diese in der Regel mit Antibiotika behandelt. Bei der Behandlung derartiger Augenschmerzen können auch herkömmliche Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt werden. Wird eine Infektion durch Viren hervorgerufen, können virostatische Augentropfen verschrieben werden, die verhindern, dass sich die Viren vermehren, was zu einem Abschwellen der Entzündung beiträgt.

Liegt ein Grüner Star vor, verschreibt der Arzt meistens Augentropfen, die den Augeninnendruck senken. Auch eine Operation mit einer Laserbehandlung kann das Abflusssystem des Auges regulieren.

Grüner Star

Der Grüne Star (medizinisch Glaukom) ist eine Sammelbezeichnung für Erkrankungen des Auges, die mit einer Druckschädigung des Sehnervs verbunden sind. Meist ist ein Glaukom mit einer krankhaften Erhöhung des Augeninnendrucks verbunden. Ein unbehandelter Grüner Star führt zur fortschreitenden Schädigung des Sehnervs und damit letztlich zum Erblinden.

Ist die Hornhautoberfläche der Augen durch Verblitzungen mit intensiver UV-Strahlung geschädigt, besteht die Therapie vor allem aus antibiotikahaltigen Augensalben, die mehrmals täglich angewendet werden. Zudem können Schmerzmittel und kühlende Kompressen helfen, um die oft starken Schmerzen zu lindern.

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