Was hilft gegen eine Erkältung: Behandlung eines grippalen Infekts

Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind unangenehm, klingen aber in der Regel nach etwa sieben Tagen von alleine wieder ab. Eine ärztliche Behandlung ist meist nicht notwendig. Trotzdem gibt es Mittel, die den grippalen Infekt lindern, die Genesung vorantreiben und Komplikationen verhindern. Welche Medikamente zum Einsatz kommen, richtet sich dabei nach den auftretenden Symptomen. Erfahren Sie hier, was gegen eine Erkältung hilft.

Was hilft gegen eine Erkältung? Symptome und Mittel auf einen Blick

Symptom Behandlung
Halsschmerzen Halsbonbons, Lutschpastillen, Gurgellösungen
Heiserkeit Kühlen (zum Beispiel kalte Wickel), Gurgeln
Husten Schleimlöser, viel trinken
Schnupfen abschwellende beziehungsweise befeuchtende Nasensprays, Inhalieren
Kopf- und Gliederschmerzen Schmerzmittel (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure)
Fieber fiebersenkende Medikamente

Mittel gegen die Erkältung: Lutschpastillen und Gurgellösungen gegen Halsschmerzen

Halsschmerzen sind meist der erste Vorbote einer Erkältung. Die eingedrungenen Viren greifen die empfindlichen Schleimhäute an und es kommt zum Kratzen im Hals. Bonbons oder Lutschpastillen aus der Apotheke helfen dabei, die Halsschmerzen wieder los zu werden. Das Lutschen regt die Speichelproduktion an und befeuchtet so die gereizten Schleimhäute in Mund und Rachen. Die Tabletten enthalten oft desinfizierende Arzneistoffe wie Cetylpyridiniumchlorid. Bei ausgeprägten Halsschmerzen sind außerdem Pastillen mit schmerzlindernden Inhaltsstoffen erhältlich. Dazu gehören Ambroxol, Benzocain oder Lidocain.

Auch Gurgeln ist ein gutes Mittel, um Halsschmerzen bei einer Erkältung zu behandeln. Desinfizierende Gurgellösungen bekämpfen Viren auf den Schleimhäuten und unterstützen so das Immunsystem im Kampf gegen den grippalen Infekt. Die Inhaltsstoffe Hexetidin oder Chlorhexidin wirken antiseptisch. Wer nicht zu Medikamenten greifen will, kann die Halsschmerzen mit Hausmitteln bekämpfen. Das Gurgeln mit Salbeitee erzielt beispielsweise unter Umständen eine ähnliche Wirkung.

Gegen akute Heiserkeit kann es helfen, den Hals zu kühlen. Die Stimmbänder schwellen durch die Infektion an und das Sprechen ist erschwert. Ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlelement, von außen auf den Hals gelegt, kann die Schwellung reduzieren.

Hilfe gegen Husten: Schleimlöser bei grippalem Infekt

Husten ist ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers: Staub, Fremdkörper und Krankheitserreger werden aus der Lunge abgehustet. Hat man zu Beginn der Erkältung meist noch einen trockenen Reizhusten, wird der Husten später produktiv mit Auswurf. Bei einem grippalen Infekt ist das Abhusten sinnvoll, da der Schleim einen Nährboden für Erreger in der Lunge darstellt. Ein geeignetes Medikament gegen dieses Erkältungssymptom ist daher ein Hustenlöser. In der Apotheke sind synthetische und pflanzliche Produkte frei verkäuflich.

Hustenlöser funktionieren, indem sie Flüssigkeit in den Schleim einlagern und ihn so verdünnen. Deshalb ist es wichtig, dass der Patient ausreichend trinkt, während das Medikament zum Einsatz kommt. Wasser und ungesüßte Kräutertees sind gut geeignet. Auch Kräuter- und Bronchialtees unterstützen den Organismus beim Abhusten des Schleims aus der Lunge.

Ein Nasenspray lindert den Schnupfen

Ein gutes Mittel gegen eine Erkältung ist ein abschwellendes Nasenspray. Da die Atemwege durch die eingedrungenen Erreger meist anschwellen und das Atmen erschwert ist, kann die Behandlung mit einem Spray schnell Linderung verschaffen. Der Körper gewöhnt sich allerdings schnell an die Wirkstoffe, sodass eine Abhängigkeit entstehen kann. Daher sind Mittel auf Meersalzbasis oder Spülungen der Nase mit klarem Wasser die bessere Methode, um wieder durchatmen zu können.

Auch das Inhalieren von heißem Wasserdampf kann dabei helfen, die Atemwege wieder freizubekommen. Dazu wird Wasser erhitzt und der Kopf über dem dampfenden Inhalt mit einem Handtuch abgedeckt. Je nach Geschmack können ätherische Öle wie Pfefferminze oder Salze in das Wasser gegeben werden.

Gut zu wissen: Antibiotika hilft nicht gegen eine Erkältung

Antibiotika kommen bei einer bakteriellen Infektion zum Einsatz. Da meist Viren den grippalen Infekt verursachen, sind diese wirkungslos. Nur wenn es im Verlauf der Erkältung zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion kommt, werden Antibiotika verschrieben.

Erkältung: Medikamente gegen Kopf- und Gliederschmerzen

Kopf- und Gliederschmerzen sind ein häufig auftretendes Symptom bei grippalen Infekten. Die Schmerzen sind dumpf und gehen mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl einher. Diese Beschwerden einer Erkältung sind mit Medikamenten gut behandelbar. Schmerztabletten mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) unterdrücken die Weiterleitung der Schmerzinformation an das Gehirn und lindern die Beschwerden.

Zudem senken Medikamente mit Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen das gegebenenfalls auftretende Fieber und sorgen für ein besseres Allgemeinbefinden.

Treten die Schmerzen stechend, sehr plötzlich und stark auf, ist ein Arztbesuch ratsam – es könnte sich um eine Grippe handeln. Auch bei hoher Temperatur über 39 Grad Celsius ist ein Mediziner zu konsultieren.

Ruhe und Schlaf hilft gegen eine Erkältung

Neben den aufgelisteten Medikamenten gegen den grippalen Infekt sind Ruhe und Erholung die beste Möglichkeit, den Körper im Kampf gegen den Erreger zu unterstützen. Ein gesundes Immunsystem bekämpft die Viren effektiv. Eine Erkältung muss nicht zwingend ausschließlich medikamentös behandelt werden – viel Flüssigkeit, Bettruhe und geeignete Kost sind ebenso wichtig, um wieder auf die Beine zu kommen.

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