Erkältung: Dauer und Verlauf eines grippalen Infekts

Die Inkubationszeit einer Erkältung beträgt etwa zwei bis fünf Tage. Während dieser Zeit treten noch keine Symptome auf, obwohl sich die Viren bereits im Organismus befinden. Dann kommt es zum Ausbruch der ersten Krankheitsanzeichen. Ansteckend ist der Patient aber bereits ab dem ersten Tag. Nach ungefähr zehn Tagen sollten die Beschwerden von alleine zurückgehen – ein Arztbesuch ist nicht zwingend notwendig.

Verlauf einer Erkältung: So steckt man sich an

Jede Erkältung beginnt durch eine Ansteckung mit Erkältungsviren. Die Erreger werden beim Husten, Niesen oder Sprechen in die Raumluft abgegeben und wandern so direkt von Mensch zu Mensch. Diese sogenannte Tröpfcheninfektion ist der häufigste Übertragungsweg bei Erkältungen. Viren überleben aber auch einige Stunden außerhalb des menschlichen Körpers und können so auch durch Gegenstände weitergegeben werden (Schmierinfektion). Über die oberen Atemwege – dazu gehören Nase, Mund und Rachen – gelangen die Erreger in den Organismus und befallen die Schleimhäute. Bis die ersten Krankheitsanzeichen auftauchen, vergehen zwischen zwei und fünf Tage.

Eine Erkältung ist ansteckend – vom ersten Tag der Infektion an. Die typischen Symptome der Erkältung treten allerdings erst nach der Inkubationszeit auf. Gerade auf engem Raum mit vielen Menschen besteht Ansteckungsgefahr. Deshalb ist es ratsam, mit einem grippalen Infekt zu Hause zu bleiben und sich auszuruhen, bis die Symptome verschwinden.

Der Verlauf einer Erkältung auf einen Blick

  • Ansteckung durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion
  • Inkubationszeit: zwei bis fünf Tage ohne Beschwerden
  • Tag eins bis drei: Anfangsphase; Halsschmerzen setzen ein
  • Tag drei bis fünf: Akutphase; Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Tag sechs bis neun: Spätphase meist mit Husten
  • Tag zehn: Abklingen der Symptome

Dauer einer Erkältung: Mit Halsschmerzen beginnt der Infekt

Wenn die Inkubationszeit vorbei ist, treten die ersten Krankheitsanzeichen auf. Zuerst machen sich Halsschmerzen bemerkbar. Nach ein bis drei Tagen klingt das Kratzen im Hals wieder ab und der Schnupfen setzt ein. Während dieser Anfangsphase kann bereits die Behandlung beginnen, die Dauer und Verlauf der Erkältung positiv beeinflusst.

Phase zwei: Kopf- und Gliederschmerzen

Der Schnupfen ist oft von Kopf- und Gliederschmerzen begleitet. Auch die leicht erhöhte Temperatur setzt von Tag drei bis fünf der Erkältung ein. Bis zu eine Woche lang können diese Symptome der Erkältung andauern. Letzten Endes setzt zunächst trockener Husten ein, der sich nach ein bis drei Tagen zu festsitzendem Husten wandelt. Während dieser akuten Phase herrscht ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl.

Spätphase der Erkältung: Symptome klingen ab

In der Spätphase der Erkältung gehen die Symptome langsam zurück. Die Nase wird wieder frei, die Körpertemperatur geht zurück und auch Kopf- und Gliederschmerzen lassen nach. Wenn die Beschwerden vorüber sind, braucht der Körper trotzdem weiterhin Ruhe, um sich zu regenerieren. Sonst besteht die Gefahr, dass der grippale Infekt länger dauert oder eine bakterielle Infektion nach sich zieht.

Die Dauer des grippalen Infekts kann variieren – das Immunsystem jedes Menschen reagiert anders auf eine Erkältung. Nach sieben bis zehn Tagen sollten die Symptome allerdings spätestens abklingen. Einzelne Krankheitsanzeichen können sich länger halten.

Grippaler Infekt: Wann zum Arzt?

Eine Erkältung muss in den meisten Fällen nicht ärztlich behandelt werden. Die Symptome klingen von alleine wieder ab. Hausmittel können die Genesung beschleunigen und die Krankheitszeichen mildern. Ein Arztbesuch ist nur notwendig, wenn die Symptome stärker ausgeprägt sind als gewöhnlich. Schmerzen in den Ohren und Atembeschwerden sollten ebenfalls vom Hausarzt untersucht werden; eventuell liegt eine Mittelohrentzündung oder eine Bronchitis vor.

Wichtig: Mit kleinen Kindern sollten Eltern lieber früher als später zum Arzt gehen. Wenn die Dauer der Erkältung ungewöhnlich lange ist, das Kind sehr abgeschlagen und müde wirkt oder ungewöhnliche Symptome auftreten, ist der Besuch beim Kinderarzt wichtig, um andere Ursachen auszuschließen.

Der erneuten Ansteckung vorbeugen

Wer eine Erkältung überstanden hat ist nicht immun gegen die Viren. Deshalb ist es wichtig, bereits während des Verlaufs auf die Hygiene zu achten. Gebrauchte Taschentücher gehören in den Mülleimer, nicht auf den Couchtisch. Benutztes Geschirr und Besteck sollte zeitnah gespült werden. Wer sich regelmäßig gründlich die Hände wäscht, kann viele Erreger auf der Hautoberfläche beseitigen. Der Gebrauch von Desinfektionsmittel hilft in der Erkältungssaison zudem dabei, sich vor Viren zu schützen.

Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung und Bewegung an der frischen Luft sind gut für das Immunsystem und helfen dem Körper, sich gegenüber den Viren zu behaupten.

Hier können Sie weiterlesen:

Welche Hausmittel können helfen? >>

Mehr zu Aspirin® Plus C!Anzeige>>

Husten – lästiges Symptom bei Erkältung >>