Halsschmerzen – von der Ursache bis zur Behandlung

Das erste Anzeichen ist meist das Bedürfnis, vermehrt schlucken zu müssen, darauf folgen ein Kratzen im Hals sowie Schluckbeschwerden. Dann sind sie plötzlich da – die Halsschmerzen. Und die nächste Erkältung ist in der Regel auch nicht weit. Denn Halsschmerzen können eine Art Frühwarnsystem für Folgeerkrankungen wie eine Erkältung sein. Doch was genau ist verantwortlich für Halsweh? Welche Symptome sind noch typisch? Und ganz wichtig: Welche Behandlung verschafft gezielte Hilfe bei Halsschmerzen? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Halsweh ist nicht gleich Halsweh – mögliche Ursachen

Halsschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Oft treten sie im Zusammenhang mit einer Erkältung auf und sind viral bedingt. Typische Auslöser sind dann Erkältungsviren wie Adeno-Viren. Seltener sind Bakterien der Grund für Schluckbeschwerden. Ist das der Fall, handelt es sich meist um β-hämolysierende Streptokokken, die zu deutlich stärkeren Halsschmerzen und zu Folgeerkrankungen wie einer Rachenentzündung (Pharyngitis) führen können.

Weitere Ursachen für Halsweh können auch ein Fremdkörper im Hals, eine Allergie oder der Kontakt mit Reizstoffen sein.

Schluckbeschwerden? Starke Halsschmerzen? – Symptome im Überblick

Dem einen brennt es im Hals, der andere kann kaum sprechen oder schlucken und wieder andere haben einfach im ganzen Hals starke Schmerzen. Was bedeuten die verschiedenen Symptome? Hier ein Überblick über die bekanntesten Beschwerden:

Der Hals brennt?

  • Wenn kurz nach dem ersten Brennen im Hals – oder gleichzeitig damit – Husten, Heiserkeit und Fieber auftreten, haben Sie sich wahrscheinlich eine Erkältung eingefangen.

Es fühlt sich an, als wäre ein Fremdkörper im Hals?

  • Wer ständig das Gefühl hat, einen Kloß im Hals zu haben, der könnte von trockenen Schleimhäuten, Verspannungen oder der Refluxkrankheit betroffen sein. Oder haben Sie vielleicht vor kurzem Fisch oder Fleisch am Knochen verspeist? Absplitternde Knochen und Gräten können dieses Gefühl auch verursachen, wenn sie im Hals stecken bleiben.

Verspüren Sie ein Druckgefühl im Hals?

  • Aufpassen – hier könnten Bakterien schuld sein. Wenn die Abwehrkräfte durch Viren erst einmal geschwächt sind, haben es Bakterien leicht. Das Problem: Sie können die Halsschmerzen noch verstärken. Am besten lassen Sie sich von einem Arzt durchchecken. Denn aus einer bakteriellen Infektion können sich Folgeerkrankungen wie eine Mandel- oder Kehlkopfentzündung entwickeln.

Jeder Bissen ist eine Qual?

  • Starke Schluckbeschwerden, die mit Fieber, Kopfschmerzen und genereller Erschöpfung einhergehen, können Hinweis auf eine Mandel- oder Rachenentzündung sein.

Vor allem eine Seite des Halses schmerzt?

  • Wenn sich eine Entzündung des Rachenraums ins umliegende Bindegewebe ausbreitet, kann sich ein Abszess bilden. Diese Eiteransammlung verursacht meist nur da Schmerzen, wo sie sich auch tatsächlich befindet. So nehmen Betroffene die Schmerzen als einseitige starke Halsschmerzen war.

Viele Beschwerden lassen sich bereits mit Hausmitteln oder freiverkäuflichen Medikamenten aus der Apotheke behandeln, ohne dass ein Antibiotikum nötig wird. Bei Halsschmerzen, die durch Bakterien verursacht wurden, führt jedoch meist kein Weg an Antibiotika vorbei. Daher gilt: Wenn nach einigen Tagen Halsschmerzen keine Besserung in Sicht ist, sollte ärztlich abgeklärt werden, was Ursache für die Halsschmerzen ist.

Omas Hausmittel oder der Gang zur Apotheke – welche Behandlung ist die richtige?

Bei Halsweh wollen Betroffene eine schnelle Schmerzlinderung. Welche Behandlung die richtige ist, hängt von den Symptomen und der Ursache ab. An Mitteln, die Heilung bei Halsschmerzen versprechen, mangelt es zumindest nicht. Generell kann man zwischen Medikamenten und Hausmitteln differenzieren.

  • Medikamente: Am häufigsten greifen Betroffene auf schmerzlindernde Halstabletten zum Lutschen zurück. Viele Apotheken bieten jedoch auch spezielle Halssprays oder Gurgellösungen an, die die Halsschmerzen betäuben.
  • Hausmittel: Wer sich den Weg in die Apotheke sparen möchte, kann auch mit Omas Tipps aus Küche und Garten die Halsschmerzen lindern. Hier empfehlen sich vor allem Halswickel mit Zwiebeln oder Quark, Inhalieren mit Salbei oder Kamille sowie Gurgeln mit Salzwasser.

Es gibt auch einige Heilpflanzen, die gegen Halsschmerzen helfen können. Vor allem Isländisch Moos oder Sauerampfer wirkt entzündungshemmend, reizlösend und schmerzlindernd.

So entstehen Halsschmerzen

Um Halsschmerzen besser zu verstehen, ist es zusätzlich wichtig, sich generell mit dem Hals auseinanderzusetzen. Wie ist er aufgebaut? Und was sind seine Hauptaufgaben?

  • Aufbau: Der Hals ist das Bindeglied zwischen Kopf und Rumpf. Er besteht aus einem komplexen Drüsengewebe (unter anderem die Schilddrüsen), Venen, Arterien und schützenden Schleimhäuten. Vorne wird der Hals begrenzt durch das Brust- und Schlüsselbein und hinten gestützt durch die Nackenwirbel. Im Halsinneren sind die Speise- und Luftröhre sowie der Kehlkopf zu finden, in dem die Stimmbänder liegen.
  • Funktion: Der Hals ist für viele lebensnotwendigen Funktionen verantwortlich: Ohne ihn könnten wir weder atmen noch sprechen, lachen oder schlucken. Die Funktion der Halswirbelsäule besteht in der Gewährleistung der Beweglichkeit des gesamten Kopfbereichs. Die Luftröhre ermöglicht es uns zu atmen und die Speiseröhre macht den Nahrungstransport zum Magen möglich. Der Kehlkopf hat dabei zwei unterschiedliche Aufgaben: Einmal sorgt der Kehlkopfdeckel für einen sicheren Transport der Nahrung in die Speiseröhre. Außerdem verschließt er beim Schluckvorgang die Luftröhre und gewährleistet so, dass keine Nahrung in die Atemwege gelangt. Die zweite Funktion ist die Ermöglichung des Sprechens durch die im Kehlkopf vorhandenen Stimmbänder.

Um unter anderem den Rachen und den Kehlkopf zu schützen, befinden sich im Hals viele Schleimhäute. Empfinden wir Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden, so versuchen die Schleimhäute akut durch Erwärmung, Rötung oder Schwellung Fremdkörper wie Viren oder Bakterien abzuwehren, mit denen wir beispielsweise über die Atmung in Kontakt gekommen sind.

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