Mittel gegen Zahnschmerzen

Schmerzmittel sind in der Schmerzbehandlung ein wichtiger Baustein. Auch bei Zahnschmerzen können sie dazu beitragen, das Pochen, Ziehen und Klopfen im Mund etwas erträglicher zu machen. Doch Mittel gegen Zahnschmerzen sind nur für den kurzfristigen Gebrauch geeignet. Warum, erfahren Sie hier.

Zahnschmerzen: Klären, wo die Ursachen liegen

Für Zahnschmerzen gibt es die verschiedensten Ursachen, beispielsweise Entzündungen der Zahnwurzel oder des Zahnfleischs. Ein allheilendes Mittel gegen Zahnschmerzen gibt es nicht.

Beim Thema Zahnschmerzen bleibt einem der Zahnarztbesuch nicht erspart. Also heißt es: Tapfer sein, „Zähne zusammenzubeißen“ und einen Termin vereinbaren, damit der Fachmann schnellstmöglich herausfinden kann, was genau die akuten Schmerzen ausgelöst hat.

Im Vorfeld einer effektiven Therapie – gegebenenfalls auch mit Schmerzmitteln gegen Zahnschmerzen – steht eine sorgfältige Diagnostik, bestehend aus der ärztlichen Befragung und Untersuchung.

Diese Mittel gegen Zahnschmerzen gibt es

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Stufenmodell entwickelt, in dem Schmerzmedikamente entsprechend ihrer Wirkstärke in verschiedene Gruppen eingeteilt werden.1

Zu den Nicht-Opioiden (Stufe 1, leichte bis mäßig starke Schmerzmittel) zählen auch die sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), die entzündungshemmende Eigenschaften haben. Sie kommen vor allem bei kurz andauernden Schmerzen – somit auch bei Zahnschmerzen – besonders häufig zum Einsatz. Zu den bekanntesten Mitteln gegen Zahnschmerzen aus dieser Gruppe gehören die Wirkstoffe:

Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen wirken dadurch, dass sie die Bildung von Prostaglandinen hemmen. Das sind körpereigene, schmerzverstärkende Entzündungsstoffe, die an der Schmerzweiterleitung und -wahrnehmung im Gehirn beteiligt sind.

Was tun bei sehr starken Zahnschmerzen?

Bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass Tabletten gegen Zahnschmerzen immer nur eine Übergangslösung sein sollten. Den Ursachen für die Zahnschmerzen muss unbedingt nachgegangen werden. Wenn Sie Ihren Zahnarzt anrufen: Sagen Sie am Telefon dazu, dass Sie unter akuten Zahnschmerzen leiden – in den meisten Fällen kann er Sie dann als Schmerzpatient noch „dazwischenschieben“. Am Wochenende oder abends helfen Fachleute in der Zahnklinik oder beim zahnärztlichen Notdienst weiter.

Mundgesund: Weitere Infos zu Tabletten und Co. gegen Zahnschmerzen

Leichte Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen sind apotheken- aber nicht rezeptpflichtig, das heißt, sie sind auch ohne ärztliches Rezept in der Apotheke erhältlich.

Trotzdem gibt es einiges zu beachten:

  • Nebenwirkungen der Mittel gegen Zahnschmerzen wie Entzündungen der Schleimhaut oder eine Schädigung der Nieren gilt es zu vermeiden. Daher sollten Betroffene nicht länger als 14 Tage zu den Mitteln als Granulat, Weichkapseln oder Tabletten greifen, ohne dies vorher mit dem behandelnden Zahnarzt zu besprechen.2
  • Es gibt Personengruppen, für die spezielle Dosierungsempfehlungen gelten, zum Beispiel Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere, Stillende, Babys und Kinder. Welcher Wirkstoff beispielsweise bei Kindern der bewährteste ist, hängt auch davon ab, wie alt und wie schwer sie sind.3
  • Nicht jedes Schmerzmittel ist bei Zahnschmerzen gleich gut geeignet. Steht dem Zahnschmerzgeplagten beispielsweise eine Zahnoperation bevor, ist von der blutverdünnenden Acetylsalicylsäure abzuraten. Bei der Einnahme dieses Wirkstoffs bluten Wunden länger und/oder leichter.

Fazit: Um die Zahnschmerzen schnellstmöglich und langfristig wieder loszuwerden, spielt neben einer zahnärztlichen Behandlung auch die verantwortungsvolle Einnahme von Tabletten und anderen Darreichungsformen von Schmerzmitteln gegen Zahnschmerzen eine wichtige Rolle.

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1 Anästhesisten im Netz. URL: https://www.anaesthesisten-im-netz.de/schmerzmedizin/medikamentoese-schmerztherapie/who-stufenschema-zur-schmerztherapie/ (19.01.2018).
2 Nobis, Hans-Günter: Schmerz – eine Herausforderung, 22016, Berlin, Heidelberg, Springer, S. 85.
3 Stiftung Warentest: Medikamente im Test: 9000 Arzneimittel geprüft und bewertet, 2007, Berlin, S. 665.