Wann führt eine Erkältung zu Schmerzen?

Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerzen sind typische Anzeichen einer Entzündung, die zum Beispiel dann auftritt, wenn sich das Immunsystem gegen Krankheitserreger zur Wehr setzen muss. Auch bei einer Erkältung liegt eine Entzündung vor. Neben einer laufenden oder verstopften Nase können daher während der Erkältung auch Schmerzen entstehen. Die Schmerzen dienen als Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist – zum Glück sind sie in der Regel harmlos und schnell überstanden.

Halsweh, Kopf- und Gliederschmerzen: Symptome einer Erkältung

Eine Erkältung wird auch auch als grippaler Infekt bezeichnet. Erkältungsviren verursachen eine Entzündung der oberen Atemwege und lösen Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen aus. Um die Viren schnellstmöglich aus dem Körper zu schleusen, setzt die körpereigene Abwehr eine Entzündungsreaktion in Gang: Die Schleimhäute werden besser durchblutet und transportieren so Abwehrkörper zu Nase, Hals und Rachen. Aus den prallen Blutgefäßen dringt allerdings auch Flüssigkeit ins umliegende Gewebe, wodurch eine Schwellung entsteht, die Schmerzen bei einer Erkältung verursachen kann. Außerdem schüttet der Körper als Reaktion auf die Entzündung Schmerzbotenstoffe wie Prostaglandine aus. Die Botenstoffe bewirken, dass Andockstellen für Schmerzen empfindlicher werden.

Halsschmerzen

Bei der Erkältung sind auch die Schleimhäute im Hals und Rachen entzündet, gerötet und angeschwollen. Halsschmerzen treten oft im Zusammenhang mit Schluckbeschwerden auf. Eine akute Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillitis) durch Viren, auch Angina genannt, geht ebenfalls mit starken Hals- und Kopfschmerzen sowie Fieber einher. Bei Verdacht auf diese Krankheit sollten Sie zum Arzt gehen. Denn es besteht die Gefahr einer zusätzlichen bakteriellen Infektion mit Streptokokken, gegen die der Arzt in der Regel Antibiotika verschreibt. Kehren Mandelentzündungen in kurzen Abständen immer wieder, wird unter Umständen eine teilweise oder vollständige Entfernung der Mandeln empfohlen.

Kopfschmerzen

Zu pulsierenden Kopfschmerzen kommt es während einer Erkältung vor allem im Zusammenhang mit leichtem Fieber (bis 39 Grad Celsius). Während eines Infekts steigt die Körpertemperatur an, da Wärme die Abwehr von Krankheitserregern erleichtert. Schmerzen hinter der Stirn folgen vor allem dann, wenn sich Sekret in der Nase festgesetzt hat.

Gliederschmerzen

Im Laufe des grippalen Infekts leiden manche auch an Gliederschmerzen. Diese fühlen sich wie ein Reißen oder Ziehen in den Muskeln von Armen und Beinen an, die Glieder sind schwer wie Blei.

Mit hohem Fieber zum Arzt

Vor allem Kinder leiden während eines grippalen Infekts an Fieber. Klettert die Körpertemperatur allerdings rasch höher als 39 Grad, ist meist nicht eine Erkältung, sondern eine Grippe verantwortlich, bei der der Krankheitsverlauf wesentlich schwerer ist. Gehen Sie daher beim plötzlichen Auftreten von starken Beschwerden wie hohem Fieber und Gliederschmerzen zur Sicherheit zu Ihrem Hausarzt.

Schmerzen bei einer Erkältung – das hilft

Erkältungsbeschwerden samt der Schmerzen sind zwar lästig, aber im Normalfall nach wenigen Tagen überstanden. Ein Besuch beim Arzt ist nur in Ausnahmefällen nötig – zum Beispiel bei Kindern, Senioren oder chronisch kranken Menschen. Leichte Schmerzen und Fieber können Sie mit

Gegen Halsschmerzen gibt es zudem Halspastillen und -bonbons, welche lokal Linderung verschaffen können.

Zeit für einen Arztbesuch wird es, wenn starke Schmerzen auftreten, die Beschwerden sich verschlimmern oder länger als eine Woche andauern. Halten die Symptome einer Erkältung über diesen Zeitraum hinaus an, wird das Immunsystem immer weiter geschwächt und eine zusätzliche Infektion durch Bakterien droht. Weitere schwere Komplikationen entstehen, wenn die Erkältungsviren die Lunge oder den Herzmuskel befallen.

Schmerzen im Gesicht – ein Hinweis auf eine verschleppte Erkältung?

Erkältungsviren, die der Körper partout nicht loswird, können auch von der Nase in die Nasennebenhöhlen wandern. Die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) äußert sich unter anderem durch Schmerzen im Gesicht, Kopfschmerzen sowie grün-gelblichem Nasensekret. Die Entzündung kann entweder eine oder mehrere der hohlen Strukturen rund um die Nase betreffen. Am häufigsten ist die Infektion der Kieferhöhle, bei der Schmerzen im Rahmen der Erkältung bis in den Kiefer ausstrahlen. Viele der Betroffenen landen daher mit den Beschwerden beim Zahnarzt, der sie dann meist an einen Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten überweist.

Auch Ohrenschmerzen gehören zu den typischen Erkältungsschmerzen und können ein Indiz für eine verschleppte Erkältung sein. Viren oder Bakterien, die vom Nasen-Rachen-Raum über eine Verbindungsröhre (Eustachische Röhre) in die Ohren gelangen, sind für das Gefühl verantwortlich, dass die Ohren verstopft sind oder schmerzen. Eventuell kann sogar eine Mittelohrentzündung entstehen, für die Kinder und Jugendliche besonders anfällig sind. Verschwinden Schmerzen im Ohr nach einigen Tagen nicht oder werden sie sogar immer schlimmer, sollten Sie zum Arzt gehen. Gerade bei einer Mittelohrentzündung ist eine ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.

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