Ein Masterplan muss her – was hilft gegen Kater?

Ein Gläschen Wein oder eine Flasche Bier zu viel und schon ist er da: der Kater am nächsten Morgen. Was hilft gegen den Kater, das allgemeine Unwohlsein, die Abgeschlagenheit und die Kopfschmerzen? Ein ausgewogenes Katerfrühstück ist schon einmal ein guter Anfang. Welche Tipps es gegen Kater noch gibt, erfahren Sie hier.

Schmackhafte Fitmacher nach kurzen Nächten

Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit sowie wichtige Mineralien und Elektrolyte. Am Morgen nach dem Alkoholkonsum ist es daher wichtig, den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Ein deftiges Katerfrühstück mit Bismarckhering, Rollmops oder Heringssalat, sauren Gurken, einer kräftigen Bouillon, Laugengebäck, Vollkornbrot mit deftigem, aber mageren Belag sowie reichlich Wasser und Gemüsesaft sind ein guter Start in den Tag danach. Zudem gibt es Lebensmittel, die der Leber bei der Entgiftung des Körpers helfen: Rote-Beete- und Artischockensaft (oder auch eingelegte Artischockenherzen). Auch Fruchtzucker, zum Beispiel in Obst oder Honig, fördert den Abbau des Alkohols.

Aber Achtung: Ist das Katerfrühstück allzu üppig, kann der ohnehin schon gereizte Magen mit Übelkeit und Erbrechen reagieren.

Tipps gegen Kater aus Asien

Südkorea

In Südkorea schwört man auf „Haejangguk“, was übersetzt in etwa bedeutet „Suppe gegen Kater“. Die Zutaten mögen für europäischen Geschmack jedoch gewöhnungsbedürftig sein: Geronnenes Rinderblut, Rinderknochen, teilweise auch die Wirbelsäule eines Schweines sowie Kutteln, Kohl, weitere Gemüsesorten und Gewürze landen im Kochtopf.

Mongolei

In der Mongolei versucht man etwas gegen den Kater zu tun, indem man ein Glas Tomatensaft trinkt, in dem ein eingelegtes Schafsauge schwimmt.

Was hilft gegen Kater-Kopfschmerzen?

Ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf der Stirn und den Schläfen entspannen, machen frisch und steigern die Durchblutung der Kopfhaut. Die Wirkung des Öls setzt bereits nach circa 15 Minuten ein. Die Pflanzenheilkunde hat daneben aber auch noch andere Mittel gegen Kater parat, wie zum Beispiel ein Tee aus Lavendel-, Melissen- und Waldmeisterblüten. Brühen Sie dazu einen Teelöffel Lavendel und Melisse zusammen mit einem halben Teelöffel Waldmeister in 250 Millilitern kochendem Wasser auf.

Weitere wichtige Heilkräuter sind Schafgarbe, Schlüsselblumen, Weidenrinde, Holunder und Ingwer. Auch Medikamente gegen Kopfschmerzen, die die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen enthalten, wirken schmerzlindernd.

Gibt es wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Hausmittel?

Die Liste der Gegenmittel und angeblich einzig wahren Katerkiller ist lang: Rollmops soll helfen, Espresso mit einem Schuss Zitrone, Kokoswasser, ein Konterbier sowie verbrannter Toast (sozusagen eine eigens produzierte Aktivkohle). Tatsächlich gibt es aber keinerlei wissenschaftliche Belege für die medizinische Wirksamkeit. Vor allem eines scheint wirklich zu helfen: Dem Körper das zurückzugeben, was er verloren hat: Flüssigkeit, Salze und Mineralstoffe.

Kater vermeiden – Tipps

Damit Sie nach dem Aufwachen an den Partyspaß der letzten Nacht denken, statt sich mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen herumzuschlagen, gibt es ein paar Tipps, wie Sie den Kater vermeiden können:

  • Nicht auf leeren Magen trinken: Schaffen Sie eine ordentliche Grundlage und zwar in Form von fett- und kohlenhydratreichen Speisen wie Nudelsalat, Currywurst oder Eierspeisen. Der Alkohol gelangt so langsamer in den Blutkreislauf. Erdnüsse und Salzstangen sind gut geeignete Snacks für zwischendurch.
  • Auf Zigaretten verzichten: Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen Alkohol, Zigaretten und dem darauffolgenden Kater gibt. Das Ergebnis: Je mehr Zigaretten geraucht wurden, desto stärker fiel der Kater aus. Dieser Zusammenhang wurde unabhängig von der persönlichen Anfälligkeit für einen Kater festgestellt.
  • Getränke mit möglichst wenig Begleitalkoholen bevorzugen: Bei der alkoholischen Gärung entstehen neben dem Trinkalkohol (Ethanol) Begleitalkohole wie Methanol. Beim Abbau dieser Begleitalkohole wird Formaldehyd freigesetzt, das zu typischen Kater-Symptomen wie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit führt. Während in schweren Rotweinen und Likören die Konzentration an Begleitalkoholen höher ist, kommen in Wodka oder Gin weniger Begleitalkohole vor.
  • Frischluft: Soweit es die Wetterverhältnisse zulassen, ist es hilfreich, vor dem Schlafengehen noch einmal kräftig durchzulüften. Die Frischluftzufuhr hilft, Übelkeit und Kopfschmerzen am nächsten Morgen vorzubeugen.

Der effektivste Weg, ohne einen Kater aufzuwachen, wird es aber wohl sein, Alkohol in Maßen statt in Massen zu genießen.

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