Erkältung: Die typischen Symptome erkennen

Die Viren, die eine Erkältung (grippaler Infekt) verursachen, dringen in die oberen Atemwege ein. Die Symptome eines grippalen Infekts beschränken sich daher auf diese Körperregion. Erstes Anzeichen einer Erkältung sind Halsschmerzen. Es folgen im weiteren Verlauf Schnupfen, Kopfschmerzen, Fieber und Husten.

Die Symptome einer Erkältung auf einen Blick

  • Schnupfen (laufende oder verstopfte Nase)
  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Husten
  • geschwollene Atemwege
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Druckgefühl in den Nebenhöhlen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Schwitzen
  • Abgeschlagenheit

Der Vorbote einer Erkältung: Symptom Halsschmerzen

Da die Erkältungsviren per Tröpfcheninfektion in die Atemwege gelangen, zeigen sich hier auch die ersten Symptome. Ein leichtes Kratzen im Hals und Schluckbeschwerden sind meist das erste Anzeichen dafür, dass sich eine Erkältung anbahnt. Die Viren setzen an den empfindlichen Schleimhäuten an und verursachen die typischen Beschwerden.

Die Halsschmerzen bei einer Erkältung halten etwa zwei bis drei Tage lang an. Sollten die Beschwerden länger bestehen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Es kann sich um eine Entzündung der Rachenmandeln (Tonsillitis) handeln.

Im Verlauf einer Erkältung kann es zudem zu Heiserkeit kommen. Durch die Schwellung der Stimmbänder geht die Stimme vorübergehend verloren. Das Kühlen der strapazierten Stimmbänder kann dann Abhilfe schaffen und das Sprechen erleichtern.

Gut zu wissen

Bei einer Erkältung entwickeln sich die Symptome langsam. Eine Grippe hingegen setzt sehr plötzlich und mit starken Beschwerden ein.

Schnupfen: Entzündung der Nasenschleimhaut

Im Krankheitsverlauf prägen sich weitere Symptome aus. Durch die Viren kommt es zu einer Entzündung der Nasenschleimhäute, dem Schnupfen (Rhinitis). Die Schleimhäute schwellen an, die Nase verstopft und ein Schnupfen entsteht. Das Atmen ist für die Betroffenen deutlich erschwert. Der Schnupfen ist meist das zweite Symptom der Erkältung. Zunächst sind die Schleimhäute geschwollen, später läuft die Nase, um den produzierten Schleim loszuwerden.

Durch den gesteigerten Druck im Naseninneren kommt es vermehrt zu Nasenbluten. Es kann passieren, dass etwa beim Schnäuzen ein Blutgefäß in der Schleimhaut platzt und Blut austritt. Das ist prinzipiell ungefährlich; lediglich wenn Nasenbluten vermehrt auftritt, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden.

Die Erreger können im Körper wandern und so auch die Nasennebenhöhlen befallen. Die Folge: Ein Druckgefühl in Gesicht und Stirn.

Schlagen die Viren dagegen den Weg in Richtung Lunge ein, kann es zu einer Bronchitis und im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung kommen.

Husten während der Erkältung: Trocken und produktiv

Gegen Ende des grippalen Infekts kommt Husten zu den Symptomen hinzu. Der Husten ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers: Durch das Abhusten werden Staub, kleinste Fremdkörper und Krankheitserreger aus dem Organismus entfernt.

Zunächst handelt es sich bei Erkältung um einen trockenen und unangenehmen Reizhusten. Stellt sich während der Erkältung dann eine vermehrte Schleimproduktion ein, verändert sich der Reizhusten in einen produktiven Husten mit Auswurf. Der Auswurf ist gelblich bis grün gefärbt. Eine andere Farbe kann auf eine zusätzliche bakterielle Infektion hindeuten. Mediziner sprechen dann von einer Super- oder Sekundärinfektion.

Der grippale Infekt sorgt für Schmerzen

Durch die verschleimten Atemwege und die geschwollenen Schleimhäute entsteht hoher Druck. Dies kann zu Schmerzen durch die Erkältung führen – häufig Kopfschmerzen. Bei einem grippalen Infekt sind die Kopfschmerzen eher dumpf und nicht so stark ausgeprägt.

Auch Gliederschmerzen sind bei einer Erkältung normal. Im Unterschied zu einer Grippe sind die Schmerzen allerdings nicht so stark und weniger im Muskel lokalisiert.

Durch eine Schonhaltung aufgrund der Beschwerden und die folgende Verspannung der Muskulatur können auch Rücken- und Nackenschmerzen auftreten.

Fieber bei einer Erkältung?

Das Fieber während der Erkältung ist ein Anzeichen für die Immunreaktion des Körpers. Es handelt sich um einen natürlichen Abwehrmechanismus, der mit dem Abklingen des Infekts endet. Die Temperatur ist bei einer Erkältung leicht erhöht – etwas mehr als 38,5 Grad Celsius – und fällt von selbst wieder.

Das Fieber kann zusätzlich von einem gestörten Temperaturempfinden begleitet sein. Es kommt dann abwechselnd zu Schwitzen und Schüttelfrost. Während dieser Phase der Erkältung fühlen sich Betroffene abgeschlagen sowie müde und brauchen Ruhe.

Verschleppte Erkältung: Symptome bleiben bestehen

Die Gesamtdauer einer Erkältung überschreitet nur selten sieben bis neun Tage. Die Symptome des grippalen Infekts klingen nach und nach ab. Einzelne Beschwerden können sich etwas länger halten. Doch bleiben die Krankheitsanzeichen über mehrere Wochen hinweg bestehen, besteht die Gefahr, die Erkältung verschleppt zu haben. Bei einer verschleppten Erkältung kann der Körper die Krankheitserreger nicht vollständig eliminieren und bleibt geschwächt. Er bietet zudem anderen Erregern eine Angriffsfläche und erkrankt immer wieder aufs Neue.

Damit das nicht passiert, sind die richtige Behandlung und ausreichend Ruhe sowie Schonung wichtig. Während die Symptome der Erkältung am stärksten ausgeprägt sind, sollten Betroffene Bettruhe halten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Hausmittel gegen die Erkältung >>

Wie lange dauert eine Erkältung? >>

Mehr zu Aspirin® Plus C!Anzeige>>